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23.09.2018
Hauptfest Nord der Marianischen Männer-Congregation

„Sodalen sind ein lebendiges Zeugnis des Glaubens“. 

Dies hob Domkapitular, Bischöflich Geistlicher Rat Johann Ammer in seiner Predigt beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche „Sankt Jakobus“ anlässlich des Haupttestes für die Marianische Männer-Congregation (MMC) des Bezirks „Nördliche Oberpfalz“ hervor. Die MMC-Ortsgruppe Kirchenpingarten war bereits zum Fünften Mal Gastgeber und gleichzeitig in würdiger Form das 80-jährige Bestehen zu feiern.

„Mit Maria unterwegs, 80 Jahre MMC Kirchenpingarten“ stand auf den mit Sonnenblumen eingerahmten Blumenteppich am Eingang zum Gotteshaus. Ein klares Bekenntnis zu den ewig jungen und aktuellen Marien-Wallfahrten und zugleich ein Zeugnis einer tiefen Marienverehrung, aber auch der marianischen Frömmigkeit.

Georg Schaffner, Obmann der MMC-Ortsgruppe hatte mit Unterstützung des Bezirksobmanns Max Pravida (Pressath) das Hauptfest vorbildlich organisiert. Angeführt von der Kapelle Pscherer aus Mehlmeisel marschierten die Sodalen mit ihren weiß-blauen Banner und Standarten aus den Pfarrcongregationen der Pfarreien Bubach, Eslarn, Letzau, Neukirchen, Roggenstein, Talmassing, Vohenstrauß, Waidhaus, Waldthurn, Weiden, Ebnath, Kemnath, Kirchendemenreuth, Kulmain, Mockersdorf, Pressath, Schlammersdorf, Speinshart, Waldershof, Wiesau und Kirchenpingarten, sowie die Zentralbanner in die „Sankt Jakobus“-Pfarrkirche.

Den Festgottesdienst, an dem zahlreiche Gläubige teilnahmen, zelebrierte Domkapitular, Bischöflicher Geistlicher Rat, Johann Ammer. Ihm assistierten als Konzelebranten, Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid und der Ortsgeistliche Reinhard Forster. Der örtliche Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Melzner trug zur festlichen Gestaltung des Gottesdienstes bei.

Das Sonntagsevangelium nach Markus war für Domkapitular Johann Ammer die Grundlage für seine Predigt. Darin eingebunden war auch sein Blick auf das 80-jährige Bestehen der MMC-Ortsgruppe Kirchenpingarten. „80 Jahre gemeinsam feiern sei ein Zeichen des Zusammenhalts, der Zuneigung und der gegenseitigen Wertschätzung“ hob er hervor. Mit dem Weihegebet vor dem Schlusssegen des Festgottesdienstes erfolgte  die Weiheerneuerung aller Sodalen.

Beim anschließenden Festkonvent im Gemeindezentrum erinnerte Obmann Georg Schaffner daran, dass die MMC-Pfarrcongregation im Jahr 1938 gegründet wurde. Doch fünf Jahre später kam es zum Stillstand, was dem Zweiten Weltkrieg geschuldet war. Erst im Jahr 1961 wurde die Congregation wieder uns Leben gerufen.

Bürgermeister Klaus Wagner verwies in seinem Grußwort darauf, dass seine Kommune katholisch geprägt sei. Er ließ zudem die kirchliche Verbundenheit zur Pfarrfiliale Haidenaab nicht unerwähnt. Das Gemeindeoberhaupt brach auch eine Lanze für die Ökumene und brachte zum Ausdruck, „es gibt nur ein Miteinander“.

Peter Krikorka, Präfekt der MMC Regensburg unterstrich in seinem Grußwort, „Maria ist und war als Mutter Gottes immer mit der Lebensgeschichte Jesus verbunden“.

Zentralpräses, Monsignore Thomas Schmid brachte zum Ausdruck, dass ihm der Fortbestand der MMC ein Herzensanliegen sei. „Schneewittchen“, das Märchen der Gebrüder Grimm war die Vorlage für sein Referat. Dabei gab er zu verstehen, dass die/der für das Bewusstsein vor den Spiegel treten. Darauf Bezugnehmend hatte er keinen Zweifel daran, Alle, ob in der Politik oder in der Gesellschaft halten sich für wichtig. Jedoch stellte er klar, „Kirche kann man nicht machen“, was für ihn bedeute, weg vom Spiegel. Eingebunden in seinem Referat war auch die Botschaft, „fangt endlich an, sucht die Glut unter der Asche“, wozu er insbesondere die Sodalen aufforderte.

Für Aufheiterung beim Festkonvent sorgte Domkapitular Johann Ammer. Zu Beginn des Festgottesdienstes verriet er, dass Kirchenpingarten für ihn ein „weißer Fleck“ auf der Landkarte der Diözese war. Nachdem Bürgermeister Wagner sein Grußwort zum Anlass nahm, seine Kommune vorzustellen, präsentierte er auch eine Stofftasche mit dem Gemeindewappen. Domkapitular Ammer bat darum, die Stofftasche als „Erinnerungsgeschenk“ mitnehmen zu dürfen und war sich sicher, dass er damit künftig auch ohne Navi den Weg nach Kirchenpingarten finden werde.

Dem Hauptfest des MMC-Bezirks „Nördliche Oberpfalz“ fanden zur Vorbereitung Triduumsgottesdienste statt. Dazu waren die Gläubigen in die Filialpfarrkirche „Sankt Ursula“ in Haidenaab eingeladen um gemeinsam mit Pfarrer Sven Grillmeier (Kirchenlaibach) zu beten und zu feiern. Zwei weitere Vorbereitungsgottesdienst mit Pfarrer Markus Bruckner (Kulmain) und Stadtpfarrer Konrad Amschler (Kemnath) fanden in der Pfarrkirche „Sankt Jakobus“ in Kirchenpingarten statt.

Das Hauptfest endete nach dem gemeinsamen Mittagessen mit einer sich anschließenden eucharistischen Andacht im örtlichen Gotteshaus.

Eine stattliche Anzahl an Jubelsodalen hatte die Marianisch Männer-Congregation (MMC) des Bezirks „Nördliche Oberpfalz“ in ihren Reihen, die beim Hauptfest in Kirchenpingarten durch den Bezirksobmann Max Pravida geehrt wurden. Es waren dies für 40 Jahre: Karl Bruischütz, Heinz Fenzl, Georg Fischer, Georg Fütterer, Dr. Gerhard Kellner, Wilhelm Neumann, Josef Schwab (alle MMC Kirchendemenreuth), Karl Legath (MMC Pressath) und Josef Haberkorn (MMC Kirchenpingarten). Für 25 Jahre Treue wurden geehrt: Ludwig Dötterl, Richard Fröhlich, Franz Griener, Georg Hösl, Hermann Melzner, Martin Müller, Richard Prösl, Josef Scherm, Richard Schraml, Georg Schroll, Michael Stich, Rudi Walter und Alois Wörl (alle MMC Kulmain), Andreas Sieber (MMC Speinshart) und Helmut Konrad (MMC Wiesau).

Hubert Brendel

 

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(Foto: Willi Bäumler)

Den Festgottesdienst feierte
Domkapitular Johann Ammer
in Konzelebration mit
Zentralpräses Msgr. Thomas Schmid
und Pfarrer Reinhard Forster.
15 MMC-Banner hatten sich vor dem Altarraum versammelt.



(Foto: Willi Bäumler)

Domkapitular Johann Ammer würdigte in seiner Predigt das 80-jährige Bestehen der MMC Kirchenpingarten



(Foto: Willi Bäumler)

Mit eindrucksvollen Worten dankte der Zentralpräses dem Domkapitular Johann Ammer für die Feier des Gottesdienstes und die erbauliche Predigt.



(Foto: Willi Bäumler)

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Konzelebranten mit dem liturgischen Dienst und die Bannerträger vor dem Portalt der Pfarrkirche St. Jakob. Im Vordergrund der Blumenteppich, der auf das 80-jährige Jubiläum der Pfarrgruppe hinweist.



(Foto: Willi Bäumler)

Bürgermeister Klaus Wagner
erläuterte die Entstehung
des Ortsnamens Kirchenpingarten
und überreichte dem
Domkapitular Johann Ammer
ein Wappen des Ortes.