Aktuelles
 

29.09.2018
Feierliche Diakonenweihe
im Regensburger Dom

Zusammen mit drei weiteren Männern wurde am Samstag, den 29.09.2018 im Dom in Regensburg der ehemalige Präfekt Karlheinz Renner von Bischof Rudolf Voderholzer zum Ständigen Diakon geweiht.

Die vier Männer wurden vom Bischof nach ihrer Bereitschaft zum Dienst als Diakon befragt und durch Auflegen der Hände und Gebet zu Diakonen geweiht. In seiner Predigt ging der Bischof auf das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael ein, und stellte den Dienst der Diakone dem der Engel gleich, die auch als Boten zu den Menschen gesandt werden, so wie es auch die Aufgabe der Diakone sei, den Menschen das Evangelium zu verkünden, es auszulegen und ihnen zu helfen.

Mit drei voll besetzten Bussen und zahlreichen Autos waren auch die MMC-Pfarrcongregationen am Samstag nach Regensburg gefahren, um der Diakonenweihe von Karlheinz Renner und drei weiterer Weihekandidaten beizuwohnen. Nach einem, von Orgelspiel (Domorganist Prof. Dr. Franz-Josef Stoiber) und Glockenklang begleitetem Einzug mit über 60 MMC-Bannern, eröffnete Bischof Rudolf Voderholzer den Gottesdienst zur Diakonenweihe mit dem Hinweis, dass die Kirche am 29. September das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael feiert, die Kirche von Regensburg aber dazu einen besonders erfreulichen Tag erleben dürfe, denn durch Handauflegung und Gebet können vier neue Diakone geweiht werden.

Diakonenweihen fänden zwar üblicherweise in der Kirche St. Emmeram statt, da sich aber so viele Gläubige zur Mitfeier angekündigt hatten, wurde die Feier in den Dom verlegt.

So galt der Gruß des Bischofs allen, die zu dieser Feier gekommen waren, allen voran aber den vier Weihekandidaten, die sich in den letzten Tagen geistig besonders vorbereitet hatten, aber ebenso deren Ehefrauen und Familien, die das Ja-Wort ihrer Männer und Väter mittragen und sie unterstützen in ihrem Dienst als Diakon. Weiter galt der Gruß allen Frauen und Männern aus den Heimatpfarreien, die auf ihre Weise beigetragen haben, dass diese Feier begangen werden könne, denn jeder geistliche Beruf sei eine Frucht des Gebetes und des geistlichen Klimas in einer Pfarrgemeinde.

Weiter begrüßte der Bischof die vielen Abordnungen der Marianischen Männerkongregationen die gekommen waren um ihrem ehemaligen Präfekten ihre Verbundenheit zu erweisen, sowie der Gemeinschaft der Diakone, allen Verwandten und Freunden, Arbeitskollegen und Nachbarn und allen die gekommen waren um diese Weihe zu erleben, besonders auch allen, die die Weihekandidaten während der Vorbereitung im theologischen und pastoralen Dienst begleitet haben.

Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen stellte die vier Weihekandidaten vor und rief sie vor den Altar, wo sie mit den Worten: „Hier bin ich“ ihre Bereitschaft zum Diakonsdienst erklärten. Neben Karlheinz Renner aus Wenzenbach waren dies Thomas Bauer aus Zenching, Jürgen Donhauser aus Kümmersbruck und Ovidiu Weimann-Chirilov aus Ernsgaden. Mit dem Hinweis, dass das Volk und die Kirche nach ihrer Befragung die Weihekandidaten als würdig befunden wurden, wurde vom Bischof die Weihe erbeten.

Dass die Diakonenweihe auf das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael falle, sei ein gutes Zeichen, so Bischof Voderholzer zu Beginn seiner Predigt. Für den Dienst des Diakons seien die Engel ein Modell, ein Vorbild für die geistige Tradition der Kirche, wo der Bischof oft als Engel der Gemeinde bezeichnet werde. Die Diakone als Mitarbeiter des Bischofs und der Priester haben somit Anteil an diesem Amt, Engel für die Gemeinde zu sein. Auf vielen Bildern werden Engel mit Flügeln dargestellt. Diese Flügel unterstreichen den Charakter ihres Dienstes als Boten. Engel haben den Menschen etwas zu überbringen, sie kommen von außen zu den Menschen und stehen im Dienst eines sie Sendenden. Die Weihe der Kandidaten könne man bildlich so beschreiben, dass ihnen gleichsam Flügel geschenkt werden. Nicht damit sie abheben, sondern um deutlich zu machen, dass sie zu Boten bestellt werden. Sie werden als Boten, denen etwas anvertraut ist gesendet und auf den Weg geschickt, etwas auszurichten was sie weiterschenken dürfen. Was das ist, darüber geben die Namen der drei Erzengel Auskunft. Jeder der drei hebräischen Namen ist eine Zusammensetzung mit der Endung -el. Das -el bedeutet im Hebräischen den Namen für Gott. Die Engel sind also Boten Gottes, die sich von ihm in Dienst nehmen lassen und höchste Lebenserfüllung im Lobpreis und Anbetung Gottes finden. Dies gelte auch für die neuen Diakone, denen das Gebet aufgetragen ist, etwa das Stundengebet für das ganze Volk zu verrichten. Sie werden Vorbeter und ihre Aufgabe sei es, viele Mitbeter zu gewinnen und das in einer Zeit in der vielen das Beten schwer fällt und eine gewisse religiöse Sprachlosigkeit herrsche.

Nach der Predigt folgte der eigentliche Weiheakt für die Diakone. Nachdem der Bischof sie gefragt hatte, ob sie bereit seien den Diakonsdienst auszuüben und dies zugesagt wurde, wurden auch die Ehefrauen der Weihekandidaten gefragt, ob sie ihre Männer dabei unterstützen werden.

Einzeln knieten die Weihekandidaten dann vor dem Bischof nieder und versprachen Ehrfurcht und Gehorsam. Während der Anrufung der Heiligen und der Fürbitten lagen die Weihekandidaten lang ausgestreckt vor dem Altar, und dann legte ihnen der Bischof die Hände auf und sprach das Weihegebet. Symbolisch überreichte der Bischof dann das Evangeliar an die Diakone, als Zeichen dass sie nun das Evangelium verkünden dürfen. Dann durften sie mit dem Bischof die Eucharistie feiern und dabei den diakonischen Dienst verrichten.

Vor dem Schlusssegen dankte der Bischof allen, die zu dieser Feier gekommen waren und fügte den Wunsch an dass die neuen Diakone zum Segen für viele werden mögen. Dazu fügte er die Bitte an die Gläubigen an, die Diakone durch inständiges Gebet zu stärken. Mit dem „Te deum“ schloss die Weihefeier.

Nach dem anschließenden, gemeinsamen Mittagessen im Pfarrstadel Wenzenbach, wurden dem Diakon Karlheinz Renner von den geladenen Gästen herzliche Glückwünsche ausgesprochen und zahlreiche Präsente überreicht. Die Marianische Männer-Congregation Regensburg mit ihrer Führungsmannschaft beglückwünschten den Diakon. Zentralpräses Msgr. Thomas Schmid überreichte eine Dalmtik mit Marienmotiv und eine Albe für seinen Dienst als Diakon. Mit einem Dankgottesdienst in seiner Heimatpfarrei Wenzenbach endete die Diakonenweihe.

MMC

 

Die Bilder sind hier als Miniaturansicht
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(Foto: Herbert Eichinger)

Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen stellte die vier Weihekandidaten vor
und rief sie vor den Altar; von li nach re: Thomas Bauer, Karlheinz Renner, Ovidiu Weimann-Chirilov, Jürgen Donhauser


(Foto: Herbert Eichinger)

die Weihekandidaten liegen bei der Allerheiligenlitanei ausgestreckt am Boden – Zeichen der völligen Hingabe – im Hintergrund die anwesenden Diakone der Diözese


(Foto: Herbert Eichinger)

die Ehefrauen der Weihekandidaten wurden vom Bischof gefragt, ob sie ihre Männer dabei unterstützen werden; von li nach re:
Karin Bauer, Thomas Bauer,
Heidi Renner, Karlheinz Renner,
Monika Weimann-Chirilov,
Ovidiu Weimann-Chirilov,
Lucia Donhauser, Jürgen Donhauser



(Foto: Herbert Eichinger)

von li nach re:
Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen
Karlheinz Renner, Jürgen Donhauser, Diözesanbischof, Dr. Rudolf Voderholzer,, Thomas Bauer, Ovidiu Weimann-Chirilov


(Foto: Herbert Eichinger)

Der mit Gäste gefüllte Pfarrstadel im Hintergrund, am Mikrofon Gerhart Koller, Hauptorganisationsleiter


(Foto: Herbert Eichinger)

Zentralpräses Msgr. Thomas Schmid
(auf dem Podium, Mitte) und Führungsmitglied Johann Faltermeier (rechts) präsentieren dem Diakon Karlheinz Renner und seinen Gästen ihr Präsente


(Foto: Herbert Eichinger)

Diakon Karlheinz Renner (stehend Mitte) bedankt sich bei der Führungsmannschaft
in der MMC