Rundbrief Corona

Liebe Sodalen und Freunde
der Marianischen Männer Congregation!

Es ist mit ein großes Anliegen, Euch in den sorgenvollen Tagen der „Corona-Krise“ herzlich zu grüßen. Ich verspreche Euch und Euren Familien in dieser außergewöhnlichen Zeit meine tiefe Verbundenheit und mein Gebet.

Die sich täglich ändernde Lage bringt große Unsicherheit mit sich. Die wichtige Sensibilität im Hinblick auf die eigene Gesundheit wird im Lauf der Zeit für nicht wenige zur Angst, die mitunter auch eigenartige Blüten trägt. Die gebotene Zurückhaltung im sozialen und gesellschaftlichen Umgang bis hin zu verordneten Quarantänen, möglicherweise auch irgendwann noch festgesetzten Ausgangs-sperren…das alles und vieles mehr bringt es mit sich, dass wir in gesteigertem Maß auf uns selbst verwiesen sind und intensiver als sonst über uns selbst und unser Leben mit Menschen und mit Gott nachdenken.

Die sich ausbreitende Krankheit verändert unser derzeitiges Leben in einer sehr einschneidenden und einschränkenden Weise. Auch das Leben der Kirche ist empfindlich betroffen! Nicht wenige haben mich in den vergangenen Tagen über Telefon, Email oder direkt darauf angesprochen: „Keine Messen mehr? – Wirklich“, „Wie kann man sich im Bußsakrament auf das Osterfest vorbereiten?“, „Woher bekomm ich Weihwasser“, „Was geschieht bei Sterbefällen und wie läuft das jetzt mit Bestattungen“… „Wo bleibt jetzt die Kirche, die wir doch gerade in solchen Zeiten dringend brauchen? - … Viele, viele Fragen! Die meisten hat der Generalvikar unseres Bischofs auf der Bistumhomepage der Diözese Regensburg beantwortet!

Mitten in dieser Unsicherheit und Sorge möchte ich Euch heute einladen unsere Gebetsgemeinschaft noch zu intensivieren. Es ist unsagbar wichtig, dass sich Menschen getragen wissen von Gott und der Gebetsgemeinschaft der Kirche und dass niemand allein bleibt!

Zwei Worte unseres bayerischen Ministerpräsidenten sind mir aus den Pressekonferenzen zur derzeitigen Lage im Ohr geblieben: „Wir lassen niemand allein!“ – „Wir werden einen Schutzschirm aufspannen…“ - Seine Worte klangen sehr überzeugend und echt!

Wir sollten diese verantwortungsvolle Aufgabe auf unsere Weise mittragen und ebenso glaubwürdig und verlässlich sagen: „Wir lassen niemand allein!“ – „Wir werden einen Schutzschirm aufspannen…“ Deshalb bitte ich Euch, liebe Sodalen, liebe Familien unserer Sodalen, liebe Freunde… Euer Gebet zu verstärken und mit mir zusammen täglich (ab Freitag 20. März 2020) beim Läuten des Angelus am Mittag um zwölf Uhr den Rosenkranz zu beten! Es ist ein wirksames Zeichen der Solidarität, wenn wir uns zur gleichen Zeit an den Herrn und seine Mutter wenden. Ich werde Euch und euren Familien und Freunden täglich zum Abschluss dieser Gebetszeit, um 13:30, den Segen spenden.

Desweiteren werde ich Euch über unsere Homepage (auch zur Weitergabe unter Einhaltung der gegeben Vorsichtsmaßnahmen) eine Novene zur Heiligen Corona, der Schutzpatronin gegen Epidemien und Seuchen, vorlegen, die ich in den Sorgen und Anliegen zu formulieren versucht habe.

Mit diesen kurzen Worten und den Gebetseinladungen grüße ich Euch in marianischer Verbundenheit und bete mit Euch und für Euch

Im Namens des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat!

Herr, erhöre unser Gebet,
und lass unser Rufen zu dir kommen!

Komm herab du Heiliger Geist,
dass unser Glaube nicht schwinde, sondern wachse,
dass unsere Hoffnung nicht verfliege, sondern erstarke,
dass unsere Liebe nicht unter Angst und Sorge ersticke,
sondern sich neu entzünde zum Dienst
an den Schwestern und Brüdern!

Sende aus deinen Geist ...
und das Antlitz der Erde wird neu!

Im Vertrauen auf die Fürsprache der Heiligen Corona beten wir:

Herr, segne meine Hände,
dass sie behutsam seien,
dass sie halten können, ohne Fesseln zu werden,
dass sie geben können, ohne Berechnung,
dass ihnen innewohne die Kraft zu trösten und zu segnen.

Herr, segne meine Augen,
dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen, dass sie Unsichtbares nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.

Herr, segne meine Ohren,
dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen,
dass sie hellhörig seien für die Stimme in der Not,
dass sie verschlossen seien für Lärm und das Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr, segne meinen Mund,
dass ich dich bezeuge,
dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört,
dass er heilende Worte spreche,
dass er Anvertrautes bewahre.

Herr, segne mein Herz,
dass es Wohnstatt sei deinem Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich sei an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilen kann.

Es segne + und behüte Euch der allmächtige Gott
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!

Euer Zentralpräses
MSGR. Thomas Schmid

Novene zur Heiligen Corona